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Ökonomie der Aufmerksamkeit: Ein Entwurf by Georg Franck

By Georg Franck

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Ihretwegen lohnt sich die Anstrengung des Schreibens auch ohne pekuniäre Entlohnung. Die getrennte Rechnung ist, um es paradox auszudrücken, die Geschäftsgrundlage für den zweckfreien Dienst am Wahren und Schönen. Die eigenartige Verschränkung von Geld und Aufmerksamkeit erschließt der Beschäftigung mit Dingen, mit denen es sich nur um ihrer selbst willen zu beschäftigen lohnt, den Zugang zu einem Publikum. Was sonst Privatsache oder etwas für exklusive Zirkel bliebe, wird durch das Verlagswesen Gemeingut.

Aber nicht nur. Es ist auch ein Anreizsystem von eigenen Gnaden. Es verkörpert eine Art der Belohnung, an die die sonst üblichen Gratifikationssysteme nicht herankommen. Der Reiz an der Reputation ist es nicht, daß man nur irgendwie registriert wird. Ihr Reiz ist es, eine Rolle im anderen Bewußtsein zu spielen. Die Aufmerksamkeit der Fachwelt sucht man denn auch nicht, um Gegenstand der Datenverarbeitung in anderen Nervensystemen zu werden. Man sucht sie, um eine Rolle in demjenigen anderen Bewußtsein zu spielen, das man selber für das beachtlichste hält.

Hier wird Propaganda und Politik gemacht, hier spielen Intrigen und Händel unter der Hand. Hier geht es so zu, als wollte die Praxis der Forschung selber die Rolle der von ihrer Doktrin so stiefmütterlich behandelten Seele demonstrieren. In der Wissenschaftstheorie wird diese Seite des Betriebs ausgegrenzt und nach Möglichkeit verschwiegen. Sie könnte ja den hohen Anspruch der Wissenschaft an Objektivität und Rationalität untergraben. Die Wissenschaftstheorie war und ist immer noch bemüht, die subjektiven und politischen Einflüsse zu isolieren und als unmaßgeblich nachzuweisen.

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