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Der Wolf. Verhalten, Ökologie und Mythos by Erik Zimen

By Erik Zimen

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Dialogische Introspektion: Ein gruppengestütztes Verfahren zur Erforschung des Erlebens

Die klassische psychologische Forschungsmethode der Introspektion - durch den Behaviorismus in Verbannung geschickt - wird durch veränderte Durchführungs- und Analysemethoden wiederbelebt und erprobt. Sie erweist sich in der gruppengestützten shape der "dialogischen" Introspektion als leicht durchführbar, sehr ergiebig in den Daten und im Rahmen der qualitativen Heuristik als zielführend und überzeugend auszuwerten.

Untersuchungen zu den baltischen Sprachen (Brill's Studies in Indo-European Languages & Linguistics)

The Baltic languages (Lithuanian, Latvian, previous Prussian) are renowned for his or her archaic constitution, yet their contribution to Indo-European linguistics has hitherto usually been underestimated. the purpose of this publication is to provide a radical survey of a few of the main problems with Baltic linguistics. It comprises 5 chapters, committed, respectively, to the issues of Baltic dialectology, to the advance of the Baltic accentual method, to the destiny of the neuter gender in Baltic, to the reconstruction of the Baltic verbal method and, eventually, to the syntax of clitic types in Baltic.

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Dieses kleine, nur Tage kurze Zeitfenster müssen auch die ersten Menschen genutzt haben, die sich Wölfe als Hausgenossen genommen hatten. Und daran, dass es wohl Frauen waren, die auf diese Weise den Wolf ins Haus holten – ihn letztlich zum Hund machten – wurde ich über die Jahre in Grillenöd vielfach erinnert. Es waren fast ausnahmslos Studentinnen, die sich um die Aufzucht und das Wohlergehen von über die Jahre 42 Welpen kümmerten. Die Jungen schliefen mit ihnen im gleichen Zelt, man machte zusammen Schularbeiten, das heißt die jungen Frauen führten ihre wissenschaft lichen Kladden und die Jungwölfe lieferten brav Daten, man absolvierte wunderbare Spielstunden.

Im alten Rudel lebten seit über fünf Jahren Rüden mit einer Wölfin zusammen, die keine Welpen bekam. Um Abhilfe zu schaffen, übernahm man im Oktober 1997 vom Tierpark Bern vier jüngere Tiere, die zuerst einmal in einem Gatter neben den Alteingesessenen untergebracht wurden. Die Tiere sollten sich kennen lernen. Aber es ist, wie sich offenbarte, zweierlei, ob man sich gelegentlich in der Nase oder direkt vor der Schnauze hat. Als man die zwei Rudel zusammenkommen ließ, kam es wie es kommen musste.

Was zählt : Territorial- oder Elterngefühl ? Eigentlich hatte ich mich schon daran gewöhnt, dass Journalisten gern zur ganz großen Metaphernkeule greifen, wenn sie über Wölfe schreiben. Aber die markerschütternd herausgeheulte Wolfs-Prosa, die mir Ende der Neunziger aus Deutschlands Jäger-Leitpostille »Wild und Hund« entgegendröhnte, war dann doch noch für eine Überraschung gut : »Stiebender Schnee, verknäulte, graue Körper – eine Wölfin kämpft ihren letzten Kampf. Artgenossen bringen sie um, Artgenossen eines fremden Rudels, in dessen Territorium sie eingedrungen war.

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